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23 Jan

Zwischenstopp Alt-Moabit

Noch bis zum 31. März hat die ASB-Kältehilfe in Alt-Moabit geöffnet und bietet obdachlosen Menschen in Berlin eine Übernachtungsmöglichkeit, eine warme Mahlzeit und Waschmöglichkeiten. Wie wurde das noch junge Angebot mittlerweile angenommen?

Anfang Dezember in nur drei Wochen ins Leben gerufen, hat sich die Unterkunft im Rahmen der Kältehilfe mittlerweile gut etabliert. Im Durchschnitt werden hier circa 100 Menschen pro Nacht beherbergt. Die Gründe, die dabei vor allem die vielen jungen Männer Abend für Abend dorthin führen, sind vielfältig.

Die Atmosphäre unter den Obdachlosen beschreiben die Mitarbeiter als friedlich und harmonisch. Selten gäbe es Probleme. Das geduldige Anstehen bis zur Öffnung der Türen um 18.00 Uhr, der rücksichtsvolle Umgang miteinander im Gemeinschaftsraum oder am Buffet ist für die meisten Gäste eine Selbstverständlichkeit im täglichen Miteinander.  

Im Dezember wurde in der Unterkunft insgesamt 2179 Menschen Obdach geboten. Davon waren 1927 Männer, 242 Frauen und 10 Kinder Gäste in der Unterkunft – darunter auch einige Paare oder ganze Großfamilien. Seit Dezember steigen die Zahlen kontinuierlich weiter an.

Berlin gilt mit derzeit ca. 6.000 auf der Straße lebenden Menschen mittlerweile auch als Hauptstadt der Obdachlosen. Wie es weitergeht im Bereich der Kältehilfe, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Die Wohnungslosenhilfe ist auch für den ASB noch ein relativ junges Feld. Ziel wird es auf jeden Fall sein, die Angebote auch über einen längeren Zeitraum auszudehnen. Hierfür sollen neue Unterbringungsmöglichkeiten gefunden werden, das Spektrum an Sachspenden muss ausgedehnt werden und im Bereich des ehrenamtlichen Engagements wird man langfristig auf noch mehr Unterstützung angewiesen sein.  

Die Unterkunft in Alt-Moabit steht Obdachlosen im Rahmen der Berliner Kältehilfe noch bis zum 31. März als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Anschließend wird die Einrichtung mit großer Wahrscheinlichkeit wieder auf ihrer ursprünglichen Bestimmung zurückgeführt und als Einrichtung für Geflüchtete dienen.