Herzlichen Dank Thomas de Vachroi

Herzlichen Dank Thomas de Vachroi

Montag, 29. Februar 2016 - Alter: 1 Jahr(e)

Kategorie: Landesverband

ASB-Landesgeschäftsführerin Dr. Jutta Anna Kleber verabschiedet sich von Thomas de Vachroi im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf.

Carsten Engelmann (r.) bedankt sich ebenfalls persönlich bei Thomas de Vachroi. Foto: ASB berlin / P. Bertram.

Viele Menschen sind gekommen, um dem scheidenden Leiter der Notunterkunft alles Gute zu wünschen.

Die Security verabschiedet sich vor der Unterkunft.

Fotos 1, 3, 4, 5: ASB Berlin / U. Sommerfeld

Am 26. Februar 2016 verabschiedete sich Thomas de Vachroi (Foto: l.) von der ASB-Notunterkunft im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf. Der ASB Berlin bedankt sich herzlich für seine großartige Arbeit. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf Carsten Engelmann (Foto: r.), Bezirksstadträtin Dagmar König, die Bezirksverordnete Gerhild Pinkvoss-Müller und viele Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Ehrenamtliche waren gekommen, um dem scheidenden Leiter der Notunterkunft Wilmersdorf zu danken und alles Gute zu wünschen.

„Thomas de Vachroi hat dem Haus ein ganz besonderes Gespräge gegeben. Neben den vielen, vielen innovativen Angeboten an die Berwohnerinnen und Bewohner, neben dem unvorstellbaren Anwerben von Spendenmitteln und der sehr wertschätzenden und motiverenden Zusammenarbeit mit den vielen Ehrenamtlichen hat er nie vergessen, dass viele Menschen keine Vision eines unterstützenden Miteinanders haben, da sie aus einer Welt der Gewalt kommen und aufgewachsen sind. So ist es ihm gelungen, ein befriedetes und attraktives Haus zu führen. Wir wünschen ihm in seinem Heimatverband weiterhin viel Erfolg bei der Unterbringung und der Integration von Flüchtlingen. Der ASB ist sehr dankbar für diese hochprofessionelle Arbeit.“, würdigte Dr. Jutta Anna Kleber, ASB-Landesgeschäftsführerin Berlin die Verdienste von Thomas de Vachroi.

Am 7. September 2015 übernahm Thomas de Vachroi den Betrieb der erst drei Wochen zuvor vom ASB-Katastrophenschutz eröffneten Notunterkunft mit zunächst 500, mittlerweile mit 1.150 Bewohnerinnen und Bewohnern. Von Beginn an setzte de Vachroi auf Integration. Dabei konnte er auf die einzigartige Unterstützung durch den Bezirksbürgermeister Reinhardt Naumann, freiwillige Helfer und Vereine wie „Freiwillige helfen Wilmersdorf“ bauen. In Spitzenzeiten waren mehr als 5.000 Menschen bereit zu helfen.

So wurde eine Ambulanz mit 67 Ärzten, 22 Pflegern, 12 Psychologen, 3 Hebammen und 4 Zahnärzten und mehreren Dolmetschern aufgebaut. Die Bewohner können ihre Fähigkeiten in der hauseigenen Näherei, im Waschsalon und im Friseurladen einbringen. Sehr wichtig sind auch die Alphabetisierungskurse. Der Begegnungschor aus Berlinern und Flüchtlingen war zu Besuch, der 1. FC Wilmersdorf veranstaltete für alle einen Adventsmarkt. Dank einer Spende von 25 Chromebooks und kostenlosem Internet vom “Project Reconnect” haben die Bewohnerinnen und Bewohner erleichterten Zugang zum Internet, um mit Freunden und Familien in Kontakt zu bleiben und sich über Angebote in der Stadt informieren. Die Liste der Integrationsangebote ist lang. Gleichzeitig sorgte de Vachroi für die notwendigen Rückzugsmöglichkeiten wie Schutz- und Gebetsräume.

“Wenn wir Integration nicht von Anfang an betreiben, haben wir verloren.”, berichtete Thomas de Vachroi am 28. Januar 2016 in der ZDF-Talkshow Maybrit Illner von seiner Arbeit. Seit ihrer Eröffnung ist das öffentliche Interesse an der ASB-Notunterkunft in Wilmersdorf groß. Nach dem Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck im August 2015 empfing Thomas de Vachroi viele Prominente, Politiker und Journalisten, zuletzt auch den Hollywood-Star Ben Stiller und den Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller. Der Regierende erklärte bei seinem Besuch 9. Februar 2016: “Ich freue mich sehr über die gute Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund“.

Thomas de Vachroi (l.) und Carsten Engelmann verabschieden sich im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf.