Große internationale Einsatzübung bei der 1. RHS Berlin

Große internationale Einsatzübung bei der 1. RHS Berlin

Montag, 07. November 2011 - Alter: 6 Jahr(e)

Kategorie: Rettungshundestaffel

Dieses Jahr richtete der Fachdienst (FD) 1. Rettungshundestaffel Berlin des ASB-LV Berlin den Mission Readiness Test (MRT), die internationale Einsatzprüfung der UN -Internationalen Rettungshunde Organisation (IRO), vom 02.11.2011 bis zum 06.11.2011 aus. Die Prüfung ging insgesamt über fünf Tage, an denen zwei Gruppen mit jeweils 18 Rettungshundeteams geprüft wurden. Die Teilnehmer kamen aus ganz Europa, u. a. aus Tschechien, Slowenien, Österreich, Kroatien, Finnland, Italien, Ungarn, Estland und Deutschland.

 

Die fünf Tage waren für alle sehr anspruchsvoll, sowohl für die Teilnehmer als auch für den Ausrichter/Veranstalter. Nach ihrem Eintreffen meldeten sich die Hundeführer im Reception and Departure Center (RDC) an. Im RDC werden im Katastrophengebiet, gewöhnlich direkt am Flughafen, die Zugehörigkeit der eintreffenden Helfer zu den registrierten Rettungsorganisationen der United Nations (USAR-Teams) überprüft und ihnen die zu bewältigenden Arbeitsbereiche zugewiesen. Anschließend  wurden die Rettungshundeführer mit ihrer Ausrüstung zum Base of Operation (BoO) auf dem THW-Gelände Gallwitzallee gefahren. Das BoO diente für die gesamte Prüfungszeit als Basiscamp für die Hundeführer, in dem die Zelte aufgeschlagen wurden.

 

Für die teilnehmenden Teams wurde ein Katastrophenszenario dargestellt,  das sie an sieben Schadensplätzen in 2 1/2 Tagen abarbeiten mussten.

 

Als erstes wurde auf einem Recyclinghof auf drei Schadensplätzen gesucht. Die jeweiligen Rettungshundeteams, die aus drei Personen und drei Hunden bestanden mussten zur gleichen Zeit auf den unterschiedlichen Suchabschnitten innerhalb von 20 Minuten vermisste Personen unbekannter Anzahl finden. Nach den 20 Minuten wurden die Suchabschnitte gewechselt. Nach der Suche wurden die Teams durch den Shuttledienst zurück zum Basiscamp gefahren.

Vom Camp wurden die Teams zum Auerbachtunnel in Berlin gefahren, an dem der nächtliche 10-km-Orientierungsmarsch durch Berlin zur nächsten Schadensstelle startete. Die Hundeführer wurden in ihrer Einsatzgruppe im Abstand von mindestens einer Stunde auf den Marsch geschickt. Während des Marsches wurde nach 5 km das Einsatzgepäck der Rettungshundeteams auf ihre Vollständigkeit kontrolliert. Am Suchgebiet eingetroffen wurden die Teams wieder für drei Aufgaben geteilt. Es wurde neben den beiden Suchen auch Erste Hilfe am Menschen durch Ausbilder des ASB Berlin, unterstützt von der AG Maske, geprüft.

 

Am folgenden Tag gab es noch zwei weitere Suchgebiete im Süden vom Berlin auf dem neu umgebauten Platz des FD 1. Rettungshundestaffel Berlin des ASB. Neben den Suchen mit dem Hund wurden die Erste Hilfe am Hund und das Abseilen mit Hund von Experten geprüft.

 

Ergebnis des MRT:

 

Tatkräftige Unterstützung bekamen wir von den Kameraden vom ASB-Fernmeldedienst und des DRK, die rund um die Uhr die Funkleitstelle besetzt hatten, des ASB-Betreuungsdienstes, die uns mit gutem warmen Essen an den unterschiedlichsten Schadenstellen verwöhnt hatten, der AG Maske und des Sanitätsdienstes, die für die Aufgabenstellung für die Erste Hilfe am Menschen verantwortlich waren.

Die Kameraden vom THW stellten uns das Gelände für das Basislager, die Abseilmöglichkeiten und viele technische Geräte zur Verfügung. Unterstützt wurden wir zusätzlich auch von einigen Mittgliedern der Rettungshundestaffel  Rhein/Ruhr die uns in allen Lagen tatkräftig geholfen haben.

Und als Versteckpersonen wurden wir vom Wasserrettungsdienst des ASB, Rettungshundeführern des DRK, Mitgliedern der THW-Helfervereinigung und einigen zivilen Personen unterstützt, die ausdauernd unter den Trümmern ausharrten.

 

Wir möchten uns herzlich bei allen Helfern für das Gelingen dieser Veranstaltung bedanken.

 

Org-Team ASB FD Rettungshunde