Pressemitteilung zur Situation in der Notunterkunft Wilmersdorf

Pressemitteilung zur Situation in der Notunterkunft Wilmersdorf

Freitag, 19. Mai 2017 - Alter: 91 Tage

Kategorie: Landesverband

Die ASB Nothilfe Berlin hat am Freitag, den 19.05.2017, gemeinsam mit dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten das Gespräch von Mittwoch und Donnerstag mit den protestierenden BewohnerInnen fortgesetzt. Wir haben mit den BewohnerInnen vereinbart, dass die Sozialdienste von LAF und ASB gemeinsam Härtefälle prüfen werden.

Wir haben Verständnis für die schwierige Situation der BewohnerInnen, anderthalb Jahre und länger in einer Notunterkunft leben zu müssen. Wir tun weiterhin alles, um die Situation so erträglich wie möglich zu gestalten.

Leider können wir an der Grundforderung der BewohnerInnen – selbst auf den Zimmern kochen zu können – nichts ändern. Dies wird aus Brandschutzgründen auch in Zukunft nicht möglich sein. 

Der Zusammenstoß eines Bewohners mit der Security wird von uns sehr bedauert. Aufgrund der Schwere des Vorfalls werden wir uns am Montag mit der Security dazu auseinandersetzen.

Die betroffene Familie erhält von uns jegliche Unterstützung, ihre Situation im Haus so erträglich wie möglich zu gestalten und um möglichst schnell in eine für sie geeignetere Einrichtung verlegt zu werden.

Zum RBB Abendschau Beitrag „Wanzen entdeckt“

Die ASB Nothilfe Berlin gGmbH widerspricht den Darstellungen des Abendschau Beitrags „Wanzen entdeckt“, vom 19.05.2017, ausdrücklich. Wir sehen sehr wohl weiteren Handlungsbedarf und sind mit dem Bezirk und dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten dazu im Gespräch. Selbstverständlich bekommen BewohnerInnen bei Wanzenbefall weiterhin neue Räume zugewiesen und erhalten neue Kleidung und neue Matratzen. Betroffene Personen können zusätzlich beim medizinischen Team der Unterkunft Hilfe erhalten. 

So sehr wir diesen Schädlingsbefall bedauern, hat sich unser Eindruck in den Gesprächen mit den BewohnerInnen verfestigt, dass es ihnen um die grundlegenden Unterbringungsbedingungen in einer Notunterkunft geht. Der Hauptgrund ihres Protestes sind die nicht vorhandenen individuellen Kochmöglichkeiten in den eigenen Räumen.

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