16 Apr

„Den Menschen in unserer Umgebung zu helfen, ist echt nicht schwer“

Seit gut drei Wochen ist das Nachbarschaftsportal asbhilft.berlin mittlerweile online. Seitdem konnten wir über 50 Hilfeleistungen vermitteln, darunter vor allem Einkaufshilfen und Medikamentenabholungen. Inzwischen haben sich über 100 Helferinnen und Helfer registriert – unter den Voraussetzungen einer Selbstauskunft zur Straffreiheit sowie der gesundheitlichen Eignung.

Einer von ihnen ist Johannes Schwierz, 23 Jahre aus Berlin-Lichterfelde. Johannes engagiert sich seit dem Jahr 2012 beim ASB in Berlin. Gerade in Krisenzeiten findet er bürgerschaftliches Engagement wichtig. Als Samariter ist er deshalb begeistert vom neuen Nachbarschaftshilfsprojekt ASBhilft.berlin. „Als ich vom Projekt ASB hilft Berlin erfuhr, war ich von der Idee begeistert. Bis dahin hatte ich nur bei mir im Hausflur einen Zettel ausgehangen, um meine Hilfe anzubieten. Allerdings wusste ich natürlich nicht, ob es vielleicht zwei Häuser weiter jemanden gibt, der Hilfe braucht ohne sie zu erhalten.“

Genau hier setzt ASBhilft.berlin an und verbindet Hilfesuchende mit Freiwilligen. „Den Menschen in unserer Umgebung zu helfen ist echt nicht schwer. Man meldet sich an, bekommt einen Kontakt vermittelt, fragt nach, was eingekauft werden soll, schwingt sich auf den Drahtesel, fährt einkaufen und bringt den Einkauf zu dem Menschen, den man unterstützt, nach Hause. Mit etwas Glück kann man auf dem Weg sogar noch die Frühlingssonne genießen“, erklärt Schwierz. Zwei Mal konnte er bereits Menschen helfen, die zurzeit nicht allein einkaufen können oder dürfen. Am Dienstag erst gab es eine dringende Bestellung. In 14 Läden suchte der Samariter nach Toilettenpapier, im 15ten hat es dann geklappt.

Für ASBhilft.berlin wünscht er sich vor allem, dass noch mehr Menschen von dem Projekt erfahren und mitmachen: „Es ist ein tolles Projekt und ich würde mich freuen, wenn noch mehr Leute daran teilnehmen."

Hilfesuchende können sich einfach über die Hotline 030 62933759 melden. Wir suchen dann einen Helfenden in der Nähe. Wer helfen will, kann sich auf www.asbhilft.berlin anmelden.

 

Bild: ASB Berlin/ Jonathan Schol