Freiwilligen Talk: Krankentransport

Julius absolviert seinen Bundesfreiwilligendienst beim Krankentransport vom ASB Berlin. Im Interview mit Sophie Oliveira Fürch (BFD-lerin in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) spricht er über seine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Rettungssanitäter, über die Motivation für den Freiwilligendienst und seine Ziele in der Zukunft.

Sophie: Wieso hast du dich für einen Freiwilligendienst nach der Schule entschieden?
Julius: Ich wollte nach der Schule nicht direkt studieren und immer mehr theoretisches Wissen sammeln, um im Anschluss in der Arbeitswelt ins kalte Wasser geworfen zu werden. Mir stand nach zwölf Jahren Lernen der Sinn nach etwas Praktischem. Ich wollte gerne den Arbeitsalltag kennenlernen und zugleich die Zeit mit etwas Sinnvollem verbringen.

Welche Aufgaben gehören zu deinem BFD?
Hauptsächlich gehört zu meinem BFD die Arbeit im Krankentransport. Es kommen aber auch andere Aufgaben dazu, zum Beispiel werden mir auch Sanitätsdienste zugeteilt.

Wie lange ging deine Ausbildung zum Rettungssanitäter und woraus bestand sie?
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter dauerte insgesamt dreieinhalb Monate oder 520 Stunden. Davon absolviert man 160 Stunden theoretische Grundausbildung in der ASB Akademie, 160 Stunden auf einem Rettungswagen, 160 Stunden in einem Krankenhaus in der Pflege und schließlich eine 40-stündige Abschlusswoche in der ASB Akademie. In dieser Zeit werden auch die Prüfungen durchgeführt.

Was hast du Neues dazu gelernt?
Bisher war ich eigentlich kaum in der Einsatzstelle, sondern in der Rettungssanitäter Ausbildung. In der Akademie lernt man dabei sehr viel Theorie, im Klinik-Praktikum lernt man Basismaßnahmen, wie EKGs kleben und Zugänge legen. Im Rettungswachen-Praktikum kann man das, was man bis dahin gelernt hat, in der Praxis anwenden und lernt den Alltag im Rettungsdienst kennen. Insgesamt habe ich viel über grundlegende Anatomie, Notfallbilder und Notfallsituationen gelernt und viele wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Was macht dir besonders Spaß?
Ich hatte das Glück, in meiner Ausbildung viele spannende Fälle auf dem Rettungswagen mitzuerleben. Es tut gut, dem Patienten in Notfallsituationen helfen zu können.

Verläuft dein BFD so wie du dir es vorgestellt hast oder gibt es Dinge, die anders als erwartet sind?
Die Rettungssanitäter Ausbildung war noch wesentlich interessanter und besser als ich es erwartet habe. Insgesamt kann man sagen, dass meine Erwartungen auf jeden Fall übertroffen wurden.

Was erhoffst du dir, für deine Zukunft mitzunehmen?
Ich hoffe, dass mir der Krankentransport die nächsten Monate viel Spaß macht und ich dabei viele Erfahrungen mitnehme. Ich würde mir auch wünschen, dass ich in Zukunft nochmal im Rettungsdienst arbeiten und meine Qualifikation zum Rettungssanitäter weiterhin nutzen kann.

Foto: ASB Berlin / S. Oliveira Fürch