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11 Feb

Heute ist Europäischer Tag des Notrufs

Der 11. Februar ist der Europäische Tag des Notrufs 112. Ziel des Aktionstages ist es, die lebensrettende Rufnummer in der Bevölkerung noch bekannter zu machen. 
Christopher Klein, 26 Jahre alt, arbeitet seit 2015 als Rettungsassistent für den Rettungsdienst des ASB Berlin. Er ist Stützpunktleiter der Rettungswache Lichtenberg und gibt uns im Interview einige interessante Hintergrundinfos rund um die 112.
 
In welchen Fällen sollte man die 112 wählen?
Grundsätzlich immer dann, wenn bei einer Verletzung oder Erkrankung akute lebensbedrohende Umstände vorliegen. Das kann ein Herzinfarkt sein, ein Schlaganfall oder auch ein Verkehrsunfall.
 
Welche Infos sollte man unbedingt mitteilen?
Darüber muss man sich zunächst einmal keine so großen Sorgen machen, da unsere Kollegen, die die Anrufe entgegennehmen, alle geschult darin sind, durch das Gespräch zu führen und alle wichtigen Informationen abfragen - auch wenn ein Anrufer sehr aufgeregt oder in Panik ist. Eine gute Orientierung bieten trotzdem natürlich die klassischen W-Fragen. Wo befindet sich der Unfallort? Was ist passiert?  Wie viele Verletze gibt es? Welche Verletzungen liegen vor? Wichtig ist es immer auch, nicht gleich aufzulegen, sondern in der Leitung zu bleiben, und eventuelle Rückfragen abzuwarten. Manchmal sind zum Beispiel Straßennamen in Berlin doppelt vergeben, solche Dinge müssen sorgfältig geklärt werden.
 
Wie funktioniert die Verteilung der Einsätze? 
Als erstes wird der nähest stehende RTW alarmiert, also das Fahrzeug, das die Unfallstelle am schnellsten erreichen kann. Die Ermittlung erfolgt computergestützt. Gibt es Engpässe in einem Bezirk, weil gerade alle Fahrzeuge unterwegs sind, werden Fahrzeuge von weiter weg angefordert. Schlimmstenfalls kann es dann zu längeren Wartezeiten kommen. Grundsätzlich ist die Zielvereinbarung mit der Senatsverwaltung, dass innerhalb von 8 Minuten ein Rettungswagen vor Ort sein soll. In ganz Berlin sind weit über 100 RTWs im Einsatz.
 
Was sind die häufigsten Einsätze?
Das ist schwer zu beantworten. Bei einer so großen Stadt wie Berlin gibt es eigentlich nichts, was nicht vorkommt, vom Verkehrsunfall bis hin zum Herzinfarkt. Auch Unfälle im Haushalt sind keine Seltenheit. 
 
Welcher Einsatz ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben?
Natürlich sind viele der Einsätze sehr dramatisch und aufwendig, so etwas bleibt einem schon in Erinnerung. Ich persönlich freue mich allerdings immer, wenn es sich um einen Fehlalarm handelt oder wenn die Person weniger schlimm verletzt ist als zunächst angenommen. Grundsätzlich betrachten wir jeden Einsatz als gleich wichtig, da nehmen wir keine Wertung vor. Wenn ich eine Schicht beginne, weiß ich vorher natürlich nie genau, was mich als nächstes erwartet.
 
Wenn Sie neugierig geworden sind und mehr über den Rettungsdienst des ASB Berlin erfahren wollen, werden Sie am besten Teil des Teams. Bewerben Sie sich bei uns. Wir suchen immer engagierten Nachwuchs.

Bild: ASB Berlin/ M. Rohrmann