RUFEN SIE UNS AN

+49 (0) 30 - 21 307 0

26 Jun

Hitzeerkrankungen: Vorbeugen, Betroffene erkennen und Erste Hilfe leisten

Der heutige Tag ist der bislang wärmste dieses Jahres. Und schon am kommenden Wochenende erwarten wir erneut Temperaturen deutlich über 30 Grad. Mit solch hohen Temperaturen hat auch der menschliche Körper zu kämpfen. Wir erklären, worauf an warmen Tagen besonders zu achten ist.

Warum uns warm ist

Im Körperinneren entsteht durch die Bewegung der Muskeln ständig Wärme. Einen Teil davon benötigt der Körper, um die notwendige Körperkerntemperatur aufrecht zu erhalten. Die überschüssige Restwärme wird über die Blutzirkulation in die äußeren Regionen des Körpers transportiert und dort an die Umwelt abgegeben. Bei Anstrengung reicht diese grundlegende Temperaturregelung nicht mehr aus: Der Körper beschleunigt den Wärmeaustausch und wir fangen an zu schwitzen.

Anzeichen einer Hitzerschöpfung

Durch starkes Schwitzen, blasse und kalte Haus, Übelkeit oder Schwindel macht der Körper auf seine Notsituation aufmerksam. Nackensteifheit deutet zusätzlich auf einen Sonnenstich hin. Bringen Sie Betroffene an einen schattigen und kühlen Ort und reichen Sie Flüssigkeit und kalte Umschläge. Auch das Öffnen enger Kleidung kann den Wärmeaustausch fördern. Legen Sie Betroffene hin und lagern Sie die Beine leicht erhöht.

Bei Hitzschlag sofort Notruf wählen

Kann der Körper die Wärmeregulierung nicht mehr aufrechterhalten, steigt die Körpertemperatur und damit die Gefahr eines Hitzschlags. Anzeichen sind eine heiße, trockene Haut, das Schwitzen hört auf. Stechender Kopfschmerz, kräftiger schneller Puls und Übelkeit und Erbrechen können ebenfalls auftreten. Es besteht die Gefahr des Bewusstseinsverlusts. Daher sollte bei Verdacht auf Hitzschlag unbedingt der Notruf 112 gewählt werden. Bringen Sie Betroffene in kühlere Umgebung und kühlen Sie den Körper aktiv ab.

Vorbeugen hilft

Vermeiden Sie an heißen Tagen zu lange Sonnenbäder und nutzen Sie angemessenen Sonnenschutz. Starke körperliche Anstrengung fördert die Wärmeproduktion im Körper und damit die Gefahr einer Hitzeerschöpfung. Sie sollte daher genau so vermieden werden, wie der Konsum von Alkohol. Luftdurchlässige Kleidung verbessert den Wärmeaustausch und Kopfbedeckung schützt vor direkter Sonneneinstrahlung.

Ein Kind sitzt auf einer Picknickdecke in der Sonne und spielt.

Langer Aufenthalt in der Sonne birgt Gefahren. Foto: ASB / P. Nierhoff