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Immer bereit – die 1. Rettungshundestaffel des ASB Berlin im Dauereinsatz

Wenn in Berlin oder Brandenburg ein Mensch vermisst wird und die Rettungshundestaffel des ASB Berlin alarmiert wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Ehrenamtlichen der Staffel sind 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, an 365 Tagen im Jahr bereit. Es ist eine Bereitschaft, die tatsächlich gelebt wird: egal ob Montagmorgen, Sonntagnacht oder Heiligabend.

„Man gewöhnt sich daran, dass das Telefon jederzeit klingeln kann“, sagt Sabine B., Teil des Mantrailer-Teams. „Aber sobald die Alarmierung kommt, zählt nur noch eins: Wir wollen diesen Menschen finden – und zwar rechtzeitig.“

Mehr als 20 Teams – ausgebildet bzw. in Ausbildung, hoch motiviert, immer verfügbar
Rund über 20 Mensch-Hund-Teams gehören derzeit zur Staffel. Einige stehen bereits vollständig einsatzbereit im Dienst, andere befinden sich mitten in der fordernden jahrelangen Ausbildung vor der Hauptprüfung. Was allen gemein ist: ein dauerhaftes Training und Spezialkurse für die Einsatzfähigkeit, wie z.B. ein BOS-Funklehrgang.
Die Vielfalt der eingesetzten Hunderassen ist ein Vorteil: Vom wendigen Terrier über den souveränen Labrador bis zum sensiblen Spaniel – jeder Hund bringt Stärken mit, die gezielt für unterschiedliche Einsatzsituationen genutzt werden können.

Insgesamt wurde die Staffel bisher ein Dutzend Mal in diesem Jahr alarmiert, darunter 10 Mantrailer-Einsätze in Berlin und Brandenburg. Jeder Einsatz ist anders. Aber jeder Einsatz verlangt höchste Präzision und Professionalität.

Alarmierung durch Polizei, Behörden & Hilfsorganisationen
Die Rettungshundestaffel rückt in der Regel nach offizieller Alarmierung aus – etwa durch die Berliner Polizei, Brandenburger Behörden oder andere Hilfsorganisationen. Am Anfang steht immer die Meldekette:
Angehörige melden eine vermisste Person bei der Polizei. Die Polizei prüft Gefahrenlage, Befragungen und erste Sichtungen. Anschließend wird – wenn notwendig – z.B. der ASB hinzugezogen. Ab diesem Moment beginnt ein systematischer, minutiös geplanter Ablauf.

Systematische Suche statt Blindflug
Entgegen dem verbreiteten Mythos „Hund ins Auto und losfahren“ arbeitet die Rettungshundestaffel des ASB Berlin hochstrukturiert.
Ein Einsatzteam besteht typischerweise aus:
•    Einsatz- und Team-Leitung
•    Dokumentation
•    Verkehrssicherung
•    einem oder mehreren Mensch-Hund-Teams
•    medizinischer Absicherung

Zuerst klärt das Team:
•    Wo wurde die Person zuletzt gesehen?
•    Gibt es Gewohnheiten, Lieblingswege, typische Orte?
•    War die Person vielleicht im Krankenhaus, in einer Notunterkunft, bei Nachbarn, Freunden oder in einer Pflegeeinrichtung?
•    Gibt es sichere Geruchsträger, die bereits durch fachkundige Personen gesichert wurden?
Diese Recherche-Arbeit kann entscheidend sein und spart unnötige Einsätze. „Oft sind es kleine Hinweise, die am Ende zur richtigen Spur führen“, erklärt Bettina W., die an zahlreichen Einsätzen beteiligt war. „Wenn jemand Medikamente braucht oder schon viele Stunden unterwegs ist, wissen wir: Jede Minute kann den Unterschied machen.“

Echte Erfolge – Lebendfund in Lichtenberg
Wie wirkungsvoll diese strukturierte Vorgehensweise ist, zeigte sich erst kürzlich in Berlin-Lichtenberg: Dort führte ein Mantrailer-Einsatz des ASB zu einer vermissten Person zu einem Lebendfund. Die Suche führte das Team über mehrere Gebiete hinweg. Schließlich wurde die Person entdeckt. „Solche Momente sind schwer zu beschreiben“, sagt Sabine B. „Alles ist angespannt – und in dem Moment, wenn wir die Person tatsächlich finden, fällt die ganze Last ab. Dafür machen wir das.“

Wenn der Hund zur Lebensversicherung wird – Mantrailing & Flächensuche
Ein großer Teil der Einsätze wird von Mantrailern übernommen – Hunden, die lernen, den individuellen Geruch eines Menschen präzise zu verfolgen. Sie starten dort, wo die gesuchte Person zuletzt sicher gesehen wurde - ob Haustür, Bushaltestelle oder vor einer Klinik.
Parallel dazu können Flächensuch-Teams eingesetzt werden, wenn das Suchgebiet groß oder ein Spuransatz unklar ist. Auch Trümmer-Suchhunde stehen zur Verfügung, wenn die Einsatzlage es erfordert.
Die Teams der 1. ASB-Rettungshundestaffel arbeiten eng mit anderen Organisationen in Berlin und Brandenburg zusammen. Denn bei vermissten Menschen zählt nur eines: Hilfe, so schnell und so professionell wie möglich.

Fotos & Eindrücke der realen Einsätze
Aktuelle Einblicke finden sich regelmäßig auf den Social-Media-Profilen der Staffel – inklusive echter Einsatzsituationen aus 2025. So können Sie die Arbeit der Rettungshundestaffel unterstützen.

  1. Option A – Spenden: Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. Jede Alarmierung kostet Material, Ausrüstung, Training und Zeit.
  2. Option B – Mitglied werden: Werden Sie ASB-Mitglied und fördern Sie dauerhaft den Bevölkerungsschutz in Berlin.
  3. Option C – Ehrenamtlich engagieren: Sie möchten selbst mit Hund aktiv werden? Wir suchen engagierte Menschen, die Teil dieses besonderen Ehrenamts werden wollen.
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1. Rettungshundestaffel

ASB Landesverband Berlin e.V.

Tel.: 030 21307-0

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Trainingsgelände Berlin-Marienfelde

Miethepfad 11
12307 Berlin

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