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Veranstaltungspublikum
Sanitätsdienst

Sanitätsdienst für das Lesbisch-schwule Stadtfest

Zwei Tage, mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher, unzählige Begegnungen und ein deutliches Zeichen für Vielfalt und Toleranz: Am 18. und 19. Juli 2026 verwandelte sich Berlin-Schöneberg erneut in das Zentrum des Lesbisch-schwulen Stadtfestes.

Während auf den Bühnen diskutiert, gefeiert und für gesellschaftliche Akzeptanz geworben wurde, sorgten im Hintergrund zahlreiche ehrenamtliche Einsatzkräfte des ASB Berlin-Südwest dafür, dass die Veranstaltung für alle Beteiligten sicher verlief. Als Europas größtes queeres Antidiskriminierungs-Straßenfest stellt die Veranstaltung nicht nur organisatorisch, sondern auch sanitätsdienstlich besondere Anforderungen. Um jederzeit schnell und professionell helfen zu können, setzte der ASB Berlin-Südwest auf ein umfassendes Einsatzkonzept.

An beiden Veranstaltungstagen waren in vier Schichten jeweils rund 40 überwiegend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz. Vor Ort kamen zwei Unfallhilfsstellen Typ C, eine mobile Unfallhilfsstelle, 4-5 Schnelleinsatztrupps, zwei First Responder und zwei arztbesetzte Einsatzfahrzeuge zum Einsatz. Das Herzstück der Einsatzführung bildete der Einsatzleitwagen des Fernmeldedienstes. Von hier aus wurde der Sanitätsdienst koordiniert und die Kommunikation im Einsatzgebiet sichergestellt. Besetzt war der ELW mit dem Leiter Sanitätsdienst, seinem Stellvertreter sowie drei Fernmeldern als Führungsunterstützung, die gemeinsam jederzeit ein aktuelles Lagebild gewährleisteten und die eingesetzten Kräfte koordinierten.

Doch der ASB war an diesem Wochenende nicht nur als Sanitätsdienst sichtbar. Auch die AG Öffentlichkeitsarbeit präsentierte den Verband mit einem Informationsstand auf dem Festgelände. Hier kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch. Viele nutzten die Gelegenheit, mehr über die vielfältigen Aufgaben des ASB, die Arbeit im Bevölkerungsschutz und die Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Engagements zu erfahren. Die große Resonanz zeigte einmal mehr, wie wichtig der persönliche Austausch ist, um Menschen für das Ehrenamt zu begeistern.

Auch einsatztaktisch verlief das Wochenende erfolgreich. Am Samstag wurden 59 Hilfeleistungen erbracht und sechs Transporte durchgeführt. Am Sonntag verzeichneten die Einsatzkräfte weitere rund 30 bis 40 Hilfeleistungen sowie acht Transporte. Hinter jeder Zahl stehen Menschen, die auf schnelle Hilfe angewiesen waren und auf die Professionalität und Erfahrung der eingesetzten Kräfte vertrauen konnten. Besonders erfreulich: Trotz des hohen Besucheraufkommens verlief der Sanitätsdienst ohne sicherheitsrelevante Beeinträchtigungen der Patientenversorgung. Dies ist vor allem dem engagierten Zusammenspiel aller Beteiligten zu verdanken. Neben den Einsatzkräften des ASB Berlin-Südwest unterstützten auch Helferinnen und Helfer des ASB Nordwest, des ASB Gera und des ASB Salzlandkreises den Einsatz. Ebenso leisteten die Malteser Berlin Süd, die Malteser Berlin West und die Malteser Potsdam einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung.

Solche Einsätze zeigen eindrucksvoll, was Ehrenamt leisten kann. Während die Besucherinnen und Besucher ein Wochenende voller Vielfalt, Begegnung und Gemeinschaft erleben, arbeiten im Hintergrund zahlreiche Helferinnen und Helfer hochkonzentriert daran, Sicherheit und medizinische Versorgung jederzeit zu gewährleisten. Ihr Engagement, ihre Fachkompetenz und ihr Teamgeist haben auch in diesem Jahr entscheidend dazu beigetragen, dass das Lesbisch-schwule Stadtfest 2026 sicher und erfolgreich stattfinden konnte.

Gemeinsam für Vielfalt. Gemeinsam für Sicherheit.