Standing Ovations für 10 Jahre ASB-Wünschewagen Berlin
Ein Abend voller Dankbarkeit, Begegnungen und gelebter Solidarität. Noch einmal das Meer sehen, im Fußballstadion mitfiebern, die Lieblingsband erleben oder wertvolle Zeit mit der Familie verbringen: Seit 2016 erfüllt der ASB-Wünschewagen Berlin letzte Herzenswünsche und begleitet schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen. Am 3. September 2026 feierte das Projekt sein zehnjähriges Bestehen in der Fotografiska Berlin. Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Ehrenamt, palliativer Einrichtungen und Zivilgesellschaft blickten gemeinsam auf ein Jahrzehnt voller persönlicher Geschichten, besonderer Begegnungen und unvergesslicher Momente zurück.
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Ein Abend so vielfältig wie die Wünsche
ASB-Berlin-Präsident Michael Müller eröffnete die Jubiläumsfeier. Das abwechslungsreiche Programm machte sichtbar, was den Wünschewagen auszeichnet: Menschen, die sich mit Zeit, Ideen, Engagement und finanzieller Unterstützung dafür einsetzen, dass letzte Wünsche wahr werden. Der Purple Noise Choir und Jeanette Hubert sorgten für musikalische Gänsehautmomente. Poetry-Slammerin Lisa Pauline Wagner trug einen persönlichen Text vor. Ein Film der Wolffpack Vision gab eindrucksvolle Einblicke in die Arbeit des Wünschewagens.
Im Podiumsgespräch ging es um die Frage, was es bedeutet, Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten. Gemeinsam mit Hertha BSC, Knorkator und dem Fanclub 7. Mann wurde außerdem stellvertretend für viele Unterstützer:innen deutlich, wie vielfältig Unterstützung für den Wünschewagen aussehen kann.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Ehrung der ehrenamtlichen Wunscherfüller:innen und des Teams, das den Wünschewagen in den vergangenen zehn Jahren getragen und geprägt hat.
Zehn Jahre ASB-Wünschewagen Berlin
Seit dem Start in Berlin hat der ASB-Wünschewagen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen begleitet. Der jüngste Fahrgast war elf Monate alt, der älteste 104 Jahre. Hinter jeder Wunschfahrt steht eine persönliche Geschichte und ein individueller Wunsch, den die ehrenamtlichen Wunscherfüller:innen des ASB Berlin mit viel Herz und medizinischer Fürsorge begleiten. Das speziell ausgestattete Fahrzeug bildet das Herzstück des Projekts und ist auf die besonderen Bedürfnisse der Fahrgäste ausgerichtet.
Jährlich finden in Berlin rund 40 Wunschfahrten statt. Sie schenken schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen wertvolle gemeinsame Zeit und bleibende Erinnerungen. Das Angebot ist für die Wünschenden kostenlos und wird vollständig durch Spenden finanziert.
Auf die Würdigung folgten Standing Ovations. Für die Menschen, deren Wünsche erfüllt werden konnten, für ihre Angehörigen und für alle, die begleiten, organisieren, zuhören, anpacken und da sind.
Unser besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Wunscherfüller:innen, dem hauptamtlichen Team, allen Wegbegleiter:innen, Unterstützer:innen und Spender:innen. Ohne dieses starke Netzwerk wäre keine einzige Wunschfahrt möglich.
„Zehn Jahre Wünschewagen Berlin stehen für zehn Jahre gelebte Solidarität in unserer Stadt. Für uns beim ASB Berlin bedeutet das, Menschen am Ende ihres Lebens mit Nähe, Teilhabe und Menschlichkeit zu begleiten und ihnen Zeit für das zu schenken, was ihnen wichtig ist. Mein besonderer Dank gilt den Ehrenamtlichen, ohne die diese Momente nicht möglich wären, sowie den Spenderinnen und Spendern, die das Projekt tragen. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft viele weitere Herzenswünsche zu erfüllen“, so Michael Müller, Präsident des ASB Berlin.
Der ASB-Wünschewagen Berlin ist Teil des bundesweiten Projekts „Der Wünschewagen – Letzte Wünsche wagen“ des Arbeiter-Samariter-Bund. Inzwischen erfüllen 23 Wünschewagen-Standorte in Deutschland letzte Herzenswünsche.
Nach zehn Jahren gilt mehr denn je: Wir fahren weiter – und erfüllen auch in Zukunft letzte Wünsche.
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